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Rio2016-Olympia-Starterin Sasha Touretski war der Star und überragende
Schwimmerinnen des 20.Int.AquaSphere-Hohentwiel-Festivals in Singen.


10./11.12.2016 -- 20.Int.AquaSphere-Hohentwiel-Festival im Schwimmen

Schwimmsport vom Feinsten beim AquaSphere-Hohentwiel-Festival

Stars setzten sich in den meisten Rennen durch.
Schaffhausen, Uster und Bludenz gewinnen die Ehrenpreise.

21 Vereine Italiens, Österreichs, der Schweiz und Deutschlands mit 266 Aktiven, sowie 1716 Einzel- und 48 Staffelstarts brachten das Singener Hallenbad beim "20. Int. AquaSphere-Hohentwiel-Festival 2016" der Schwimm-Sport-Freunde (SSF) Singen mit packenden Entscheidungen und vielen Rekordrennen zum Brodeln. Die Stimmung war gigantisch, oft entschieden unter tosender Anfeuerung nur Hundertstelsekunden über die Medaillen und schließlich setzten sich viele Favoriten auch durch: Rio2016-Starterin Sasha Alexandra Touretzki (Uster/CH) begeisterte als Sprinterin mit sieben neuen Veranstaltungsrekorden, Lisa Stamm (Schaffhausen) sicherte sich als Starterin der Europameisterschaften 2014 und 2015 gleich sechs Titel, davon fünf auf den von ihr favorisierten Mittelstrecken, Timothy Schlatter (Schaffhausen) setzte sich als mehrfacher Medaillengewinner der Schweizer Titelkämpfe 2016 als Rücken- und Lagenschwimmer durch, Manuel Heimpel (Ravensburg) glänzte als mehrfacher Finalist der DM 2015 und 2016 im Freistil- und Schmetterlingssprint sowie mit beiden Ravensburger Staffeln, und Jan Niedermayer (Bludenz) überzeugte als österreichischer Junioren-Staatsvizemeister mit einem Hattrick auf den drei Bruststrecken. So gingen auch an vier dieser fünf Top-Athleten die sechs Ehrenpreise: Bei den Frauen gewann Sasha Touretzki (22 Jahre) die Ehrenpreise für die punktbeste Leistung im 50-m-Kurzsprint und im 100-m-Sprint, Lisa Stamm (24 Jahre) erschwamm sich die Auszeichnung auf den 200-/400-m-Mittelstrecken. Bei den Männern glänzten zwei Junioren: Timothy Schlatter (18 Jahre) gewann die Ehrenpreise im 50-m-Kurzsprint und auf den 200-/400-m-Mittelstrecken, Jan Niedermayer (17 Jahre) als Jüngster des Quartetts die 100-m-Sprint-Wertung.

Die sieben neuen Veranstaltungsrekorde gingen allesamt auf das Konto der Rio-Starterin Sasha Touretski - und diese Flut war umso bemerkenswerter, als die Rekorde beim "Int. AquaSphere-Hohentwiel-Festival" zwischenzeitlich eine unglaubliche Dimension erreicht haben und nur noch von nationalen und internationalen Titel- und Medaillengewinnern in der offenen Klasse gehalten werden. So gelang es auch nur einer Starterin der Rio-Olympiade 2016, neue Rekorde aufzustellen - aber dies in sehr beeindruckender Form: Über 50 und 100 m Rücken (0:28,44 / 1:00,47 Minuten), 50/100 m Freistil (0:25,10 / 0:55,36), sowie 50/100 m Schmetterling (0:27,36 / 0:59,15) sicherte sie sich sechs Einzelrekorde, zusammen mit der 4x100 m Lagenstaffel des SC Uster-Wallisellen mit Sigg, Heim, Touretski und van Westendorp in 4:20,54 den siebten. Dabei blieb sie über 100 m Schmetterling als erste Schwimmerin in der 45jährigen Geschichte des Singener Hallenbades unter der 1-Minuten- Schallmauer.

Sechs weitere Titel gingen bei den Frauen an Lisa Stamm, die ihre Dominanz als Mittelstrecken-Schwimmerin in Singen überzeugend unter Beweis stellen konnte: Über 200/400 m Freistil (2:04,65 / 4:20,72), 200 m Brust (2:35,93), 200 m Schmetterling (2:19,37) und 100/200 m Lagen (1:04,65 / 2:18,62) gab sie nur eine einzige Mittelstrecke ab - und die gewann über 200 m Rücken Sasha Touretski (2:16,37). So blieben bei den Frauen nur noch drei Titelvergaben übrig und die verteilten sich auf drei Vereine: Den 50-m-Brustsprint gewann Viviana Graif vom SC Meran (0:33,11), die 100 m Brust sicherte sich Fabiana Bötschi von SC Romanshorn (1:13,94) und die 4x100 m Freistil-Staffel ging zur großen Freude des Ausrichters SSF Singen mit neuem Bezirks- und Vereinsrekord von 3:58,70 Minuten an das SSF-Team mit Vanessa Steigauf, Lisa Gigl, Irina Oklmann und Kerstin Rohr. Bei den Männern verteilten sich die Titel auf mehrere Vereine: Jan Niedermayer (Bludenz) gewann die 50/100/200 m Brust (0:28,91 / 1:03,13 / 2:21,40), Timothy Schlatter (Schaffhausen) die 100/200 m Lagen (0:56,41 / 2:05,43) und die 50 m Rücken (0:25,59), Manuel Heimpel (Ravensburg) die 50/100 m Schmetterling (0:25,42 / 0:55,13), die 50 m Freistil (0:22,98), sowie zusammen mit Julian Spieler, André Franke und Fabian Schneider die 4x100 m Lagen- und Freistil-Staffel (3:51,02 / 3:27,46). Christian Siedler (Schaffhausen) gewann die 100 m Freistil (0:51,21), Daniel Bouhlel (Neckar/Enz) die 100 m Rücken (0:58,20), Aaron Fandrei (Schwarza/Thüringen, 15 Jahre) als jüngster Titelträger die 200 m Freistil (1:55,43), Moritz Schmid (SSF Singen, 16 Jahre) als zweitjüngster Titelträger die 200 m Rücken (2:08,45), der gleichaltrige Stefan Bettin (Bozen) die 400 m Freistil (4:08,07), sowie Fabian Auersbacher (Dornbirn) die 200 m Schmetterling (2:09,07). Für Ausrichter SSF Singen gab es durch Vanessa Steigauf, Moritz Schmid und Mattia Scigliano vier Silber- und drei Bronzemedaillen in der offenen Klassen, sieben badische Altersklassenrekorde durch Nils Miedler (13 Jahre), zwei Vereinsrekorde durch die beiden Frauen-Staffeln und 25 Titel in den Altersklassen, womit sich die SSF Singen im Altersklassen-Medaillenspiegel Rang 1 vor Schaffhausen (18 Titel), Uster (17), Bozen, Wittenbach, Tübingen (alle 14), Bludenz (11), Baar (9), Dornbirn und Meran (jeweils 5, aber mit viel Silber und Bronze) sichern konnten. In der offenen Klasse dominierte Schaffhausen (10 Titel) vor Uster-Wallisellen (8), Ravensburg (5), Bludenz (3), SSF Singen (2), Romanshorn, Meran, Neckar/Enz, Bozen, Schwarza und Dornbirn (je 1).

"Die Aktiven zeigten ein begeisterndes und diszipliniertes Wettkampfverhalten, das Kampfgericht hatte so leichte Arbeit, die Arbeit des 35köpfigen SSF-Organisationsteams wurde von vielen Seiten sehr gelobt und die vielen gesponsorten AquaSphere-Sachpreise sorgten für zusätzliche Motivation und viele glänzende Augen bei den Aktiven. So machte es allen Teilnehmern richtig Spaß", zieht Organisator Norbert Mayer von den SSF Singen am Ende eine sehr erfreuliche Bilanz.